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Der Fachbereich Suchthilfe


ist heute mit seinem sehr breit gestreuten Angebot und durch die zunehmende Vernetzung der Initiativen untereinander in der Lage, auf differenzierte Weise Erwachsene und Jugendliche auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben zu unterstützen, den Ausstieg aus einer krank machenden Entwicklung zu ermöglichen, damit der Anschluss an ein konstruktives, selbstbestimmtes Leben wieder gelingen kann.

Zu diesem Angebot gehören neben Beratungsstellen, Entzugs- und Übergangs-einrichtungen auch Rehabilitationskliniken, Jugendhilfe- und soziotherapeutische Einrichtungen sowie Integrationsbetriebe, die sich auf das gesamte Bundesgebiet verteilen.

Die Klientel ist in die Organisationsabläufe der Einrichtungen mit eingebunden und trägt zum Funktionieren der Einrichtungen bei. Dadurch werden Grundfähigkeiten vermittelt, durch die zunehmende und erfolgreiche Übernahme von Verantwortung entsteht Vertrauen in die Selbstwirksamkeit.

Durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ erhalten die Suchtkranken Unterstützung, die ihnen innewohnenden Potentiale zu entdecken und darauf aufzubauen. Die Einrichtungen des Fachbereiches Suchthilfe sind aus der abstinenz-orientierten Behandlung entstanden.


AUSZUG AUS DEN LEITLINIEN DES FACHBEREICHES SUCHTHILFE

Sucht bedeutet den Verlust von Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Das wesentliche Ziel der Behandlung ist die Rückgewinnung dieser Werte. Dabei kann es für manche drogenabhängige Menschen hilfreich sein, vorübergehend mit einem Substitutionsstoff behandelt zu werden. Der Fachbereich Suchthilfe bietet auch hier stationäre Hilfeangebote, die süchtige Menschen auf diesem Weg einer Lösung begleiten.


  • Dass Sucht eine Krankheit ist, ist weitgehend anerkannt. Dennoch existiert auch ein Bild der Sucht wie des Suchtkranken, das in einer Mischung aus Fakten und Fiktionen, aus Wahrheit und Mythen geprägt ist von überwiegend düsteren Attributen menschlicher Existenz: von Unheilbarkeit und Hoffnungslosigkeit, von Resignation und Verzweiflung, von Maß- und Zügellosigkeit, von Entwertung und Verletzung, von Gewalt und Zerstörung. Ein derartiges Bild trübt den Blick auf Ressourcen, Fähigkeiten und Begabungen eines Suchtkranken
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  • Wir, die Mitarbeiter des Fachbereiches Suchthilfe, deuten Suchtmittelkonsum als ziel- und lösungsorientierte Strategie. Gemeinsam mit uns machen sich die Patienten/Bewohner auf die Suche nach ihren Ressourcen, ihren Kompetenzen und ihren Talenten. Damit diese Suche gelingt, begegnen wir unseren Patienten/Bewohnern mit Respekt und Wertschätzung, mit einer sorgenden, partnerschaftlichen, aufrichtigen, empathischen und neugierigen Haltung. In unseren Einrichtungen schaffen wir eine Atmosphäre der Geborgenheit, Solidarität, Zuversicht, Klarheit, Konsequenz, Herausforderung und Lebendigkeit.Ein solches Setting ermutigt unsere Patienten/Bewohner, ein Lebenskonzept zu entwerfen und zu entwickeln, das ihnen ein Leben in Abstinenz und Zufriedenheit ermöglicht. Tragende Säulen eines solchen Konzeptes sind die Entdeckung und Entwicklung einer persönlichen, sozialen, beruflichen und spirituellen Identität.